Im Notfall: 112

Chronik

Aus unserer Festschrift – die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Irmtraut.

Vorwort der Festschrift

1961–1985

Vom 15. bis 18. Juni 1995 feiert die Freiwillige Feuerwehr Irmtraut ihr 60-jähriges Bestehen. Ein 60-jähriges Bestehen ist zwar kein “runder Geburtstag ”, bietet aber der Feuerwehr Irmtraut Anlass genug, dieses Fest in einem kleinen Rahmen zu begehen.

Vor zehn Jahren, anlässlich des 50-jährigen Jubiläums im Jahre 1985, hat die Feuerwehr ihre Vereinsgeschichte umfassend aufgearbeitet und in einer Festschrift aufgelegt. Diese Dokumentation der Vereinsgeschichte fand damals ein umfassendes Lob in der lokalen Presse, insbesondere wegen ihrer Ausgewogenheit und dem geschichtlichen Werdegang dieser gemeindlichen Hilfseinrichtung.

Vorstand und Festausschuss haben auf eine Neuauflage der Festschrift verzichtet, weil die Geschichte der Feuerwehr umfassend dokumentiert und deshalb nicht neu geschrieben werden muss.

Gott sei Dank haben uns in den vergangenen zehn Jahren keine großen Katastrophen oder Feuersbrünste heimgesucht, die in die Geschichte der Wehr eingegangen wären. Dafür ist die Wehr, und mit ihr die gesamte Dorfbevölkerung, dankbar.

In der Zwischenzeit konnte dank der Unterstützung durch die Verbandsgemeinde Rennerod die technische Ausrüstung der Wehr entscheidend verbessert werden. Die Neuanschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges (TSF), die Beschaffung von Atemschutzgeräten durch die Verbandsgemeinde und durch Eigenmittel der Wehr sowie die Gründung der Jugendfeuerwehr vor fünf Jahren im Jahre 1990 haben die Feuerwehr Irmtraut einen entscheidenden Schritt bezüglich der Brand-und Katastrophenhilfe und bei der Nachwuchsproblematik vorangebracht.

Lediglich die Rückseite dieser Festschrift wurde unserem Vereinswirt Engelbert Quernheim zur Werbung überlassen. Die Gastwirtschaft Quernheim beherbergt die Freiwillige Feuerwehr über all die Jahre ihres Bestehens. Sie hat den Förderverein immer unterstützt, wofür wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken.

Unserem Schirmherrn, dem Bundestagsabgeordneten Joachim Hörster, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, gilt unser besonderer Dank. Zeigt er doch mit seiner Schirmherrschaft die gleiche freundschaftliche und persönliche Verbindung zur Feuerwehr Irmtraut, die er schon vor zehn Jahren als Landtagsabgeordneter unserer Wehr entgegengebracht hat.

1985: 50 Jahre Feuerwehr

1961–1985

Ab dem 12. Juli 1984, der ersten Sitzung des Festausschusses, standen die Bemühungen der Freiwilligen Feuerwehr ganz unter dem Zeichen des anstehenden Festes. Der Festausschuss absolviert in den Tagen der Drucklegung dieser Festschrift seine 16. Sitzung. Allen, die sich im unermüdlichen Einsatz bei den Vorbereitungen zum 50-jährigen Jubiläum verdient gemacht haben, sei an dieser Stelle sehr herzlich gedankt. Dank sagen wollen wir aber auch den Gründern und Mitgliedern, die den Aufbau und Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr ermöglicht haben. Was von den Vätern, Großvätern und Urgroßvätern vor 50 Jahren so vorbildlich begonnen wurde, sollte uns Ansporn für die Zukunft sein.

Die Geschichte der Feuerwehr, abgedruckt in Zahlen, Daten und Fakten, besteht aus dem Leben, mit dem die Kameraden sie erfüllt haben. Sie standen 50 Jahre lang im Dienste des Nächsten bei Bränden, Hochwasser und sonstigen Katastrophen. Überall die Jahre gehörten aber auch das aktive Vereinsleben, Geselligkeit und Kameradschaft dazu. Die unzähligen frohen Stunden, die die Feuerwehrmänner und die übrigen Dorfbewohner miteinander verbrachten sind uns heute Zeugnis dafür.

So bleibt zu hoffen, dass es auch in der Zukunft genügend freiwillige Männer gibt, die sich in den Dienst der Nächsten stellen, zur Erfüllung ihrer Gemeinschaftsaufgabe, Leben, Gesundheit, Hab und Gut zu schützen, getreu dem Wahlspruch:

GOTT ZUR EHR’, DEM NÄCHSTEN ZUR WEHR!

1980-85

1961–1985

12.01.1980 Jahreshauptversammlung:

Herbert Becker wird 1. Gruppenführer und

Hans-Theo Schneider 2. Gruppenführer

15.01.1980 Einsatz bei einem Kaminbrand bei Gregor Heun

27.- 29.06.1980 1100-Jahr-Feier der Ortsgemeinde Irmtraut. Die Feuerwehr holt eine alte Handdruckspritze und alte Uniformen aus Zeppenfeld/Siegerland zur Ausstellung nach Irmtraut

27.12.1980 Jahreshauptvesammlung:

Erwln Damlnger wird 1. Gruppenführer und

Josef Heun 2. Gruppenführer

1981 Einsatz bei einem Schneeinbruch an der Feldscheune Ernst Schneider

Hochwassereinsatz am Sportplatz

Hochwassereinsatz bei Henning Freude und Nobert Heyer

Einsatz bei einem Schwelbrand im Haus Lidi Gros

04.07.1981 Grillabend

16.01.1982 Jahreshauptversammlung

    • 12.09.82 Die Feuerwehr veranstaltet erstmals die·Kirmes

09.10.1982 Grillabend für die Helfer der Kirmes’

04.11.1982 “Kalkeinsatz” in der Ortsdurchfahrt B 54

1982 Waldbrandeinsatz am Hohen Hahnscheid unter Zuhilfenahme von Vakuumfässern

17.11.1982 Jahresabschlußübung

08.01.1983 Jahreshauptversammlung

Die Wahlen ergaben:

Wehrführer: Herbert Wehmeyer

Stv. Wehrführer: Ernst Schneider

  1. Gruppenführer: Josef Heun

  2. Gruppenführer Hans-Theo Schneider

Kassierer: Erwin Daminger

19.01.1983 Versammlung der Aktiven mit dem Beschluss neue Uniformen anzuschaffen

01.02. 03.03.1983 Rote-Kreuz-Lehrgang in Irmtraut

07.05.1983 Besuch des Feuerwehrfestes in Zehnhausen b. R.

08.05.1983 Besuch des Feuerwehrfestes in Fussingen

1983 Besuch des Feuerwehrfestes in Rennerod

25.06.1983 Tanzabend in der Carl-Lefknecht-Halle

26.06.1983 Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses durch Pfarrer Josef MüIler in Anwesenheit zahlreicher Nachbarwehren, Verbandsgemeindewehrleiter Ruckes und Kreisfeuerwehrinspekteur Hammer

Schauübung der Feuerwehren Langendernbach und Irmtraut

07.08.1983 Einsatz bei einem Autounfall am “Brauns Tor”

03.01.1984 Anlässlich der Goldenen Hochzeit wird der Mitbegründer Franz Jung zum Ehrenwehrführer ernannt.

07.01.1984 Jahreshauptversammlung

Erstmals in der Vereinsgeschichte wurde ein Vorsitzender gewählt:

Die Wahlen ergaben: Vorsitzender Alfons Giebeler

Wehrführer: Herbert Wehmeyer

Stv. Wehrführer: Ernst Schneider

  1. Gruppenführer: Theo Stähler

  2. Gruppenführer: Bernhard Fritz

31.01.1984 Einsatz beim Mülleimerbrand Alois Müller

06.02.1984 Hochwassereinsatz am Bacheinlauf Sportplatz

07.02.1984 Hochwassereinsatz bei Herbert Reitz

12.05.1984 Satzungsbeschluss

04.08.1984 Gemeinschaftsübung in Hüblingen

05.08.1984 Besuch des Feuerwehrfestes in Hüblingen

23.11.1984 Hochwassereinsatz bei einem verheerenden Unwetter, wie es selbst ältere Mitbürger noch nicht erlebt hatten. Ganztägiger Einsatz aller verfügbaren Kräfte

29.12.1984 Jahreshauptversammlung:

Die Wahlen, durchgeführt nach der neuen Satzung ergaben:

Vorsitzender: Alfons Giebeler

Wehrführer: Herbert Wehmeyer

Stv. Wehrführer: Ernst Schneider

  1. Gruppenführer: Theo Stähler

  2. Gruppenführer: Bernhard Fritz

Kassierer: Erwin Daminger

Schriftführer: Karl-Heinz Schuy

16.02.1985 Gemeinschaftskappensitzung aller Irmtrauter Ortsvereine

30.04.1985 Grillabend in den Mai gemeinsam mit dem TuS Irmtraut

10.05.1985 Einsatz bei einem schweren LKW-Unfall in der Ortsdurchfahrt - Vollsperrung der B 54 über mehrere Stunden.

Ab dem Jahre 1984 schickte die Wehr folgende Feuerwehrmänner zu Lehrgängen:

Truppmannlehrgang:

Erwin Daminger, Bernhard Fritz, Dieter Grimm, Herbert Heun, Josef

Heun, Udo Heyer, Peter Jung, Herbert Mack, Hans-Theo Schneider,

Karl-Heinz Schuy, Theo Stähler, Hans-Georg Wollweber

Truppführerlehrgang:

Bernhard Fritz, Karl-Heinz Schuy, Theo Stähler

Für Herbst 1985 sind auf folgende Lehrgänge gemeldet:

Maschinistenlehrgang:

Udo Heyer, Peter Jung, Hans-Georg Wollweber

Gruppenführer:

Bernhard Fritz, Karl-Heinz Schuy, Theo Stähler

1970-80

1961–1985

03.01.1970 Jahreshauptversammlung

1970 Besuch der Feuerwehrfeste in Bilkheim und Schmidthahn

Aufstellung eines Trockenmastes

2 Einsätze an der Kläranlage

25.01.1971 Jahreshauptversammlung

23.05.1971 Besuch des Feuerwehrfestes in Neunkirchen

1971 Besuch des Feuerwehrfestes in Rennerod

Die Gemeinde kauft einen Tragkraftspritzen-Anhänger sowie weitere Ausrüstung für 4.000,-DM .

Die Wehr gratuliert Kreisbrandmeister Karl Dietz, Westerburg zum 60. Geburtstag.

Der Kreisbrandmeister revanchiert sich mit einer Einladung zu Erbsensuppe

und Freibier.

Insgesamt konnten 10 Übungen abgehalten werden.

24.01.1972 Jahreshauptversammlung, Gerhard Schneider wird zum Kassierer gewählt.

1972 Besuch der Feuerwehrfeste in Langendernbach und Höhn.

Alle Feuerwehrkameraden erhalten einheitliche DIensthemden.

12.01.1973 Jahreshauptversammlung:

Engelbert Wagner wird 1. Gruppenführer und Engelbert Quernhelm 2. Gruppenführer

1973 Gemeinschaftsübung in Seck mit den Feuerwehren Hellenhahn, Seck und Irmtraut

Gemeinschaftsübung am Hof Dapprich mit den Feuerwehren Seck und Irmtraut

Besuch des Feuerwehrfestes in Fussingen

insgesamt konnten 8 Übungen abgehalten werden.

Die Freiwillige· Feuerwehr Irmtraut tritt dem Feuerwehrverband bei.

Einsatz bei einem Autobrand auf der Straße Irmtraut-Seck

1974 Keine Eintragungen

04.01.1975 Jahreshauptversammlung

Die Wahlen ergaben: Wehrführer: Ernst Schneider

Stv. Wehrführer: Hermann Müller

  1. Gruppenführer: Herbert Wehmeyer

  2. Gruppenführer: Hans-Georg Wollweber

Kassierer: Gerhard Schneider

Schriftführer: Werner Müller

15.06.1975 Besuch des Feuerwehrfestes in Nister-Möhrendorf

09.03.1976 Jahreshauptversammlung:

Hans-Georg Wollweber wird 1. Gruppenführer und

Engelbert Quernheim 2. Gruppenführer

1976 Einsatz beim Brand der Fabrikationshalle Herbert Reitz gemeinsam mit der Feuerwehr Langendernbach.

29.01.1977 Jahreshauptversammlung

30.04.1977 Die Feuerwehr veranstaltet erstmalig einen “Tanz in den Mai” in der neuen Carl-Lefknecht-Halle

01.05.1977 Frühschoppen mit Blasmusik in der Halle

27.08.1977 Besuch des Feuerwehrfestes in Mittelhofen

1977 Hochwassereinsatz am Sportplatz

28.01.1978 Jahreshauptversammlung:

Dieter Wisser wird Stv. Wehrführer

Hans Milkowski 1. Gruppenführer

Herbert Wehmeyer 2. Gruppenführer

30.04.1978 Tanzveranstaltung “In den Mai”

11.07.1978 Einsatz beim Brand der Feldscheune Schuy

11.1978 Ausflug mit Zwischenstation bei der Königsbacher Brauerei Koblenz nach Cochem an der Mosel

15.01.1979 Jahreshauptversammlung:

Herbert Wehmeyer wird Stv. Wehrführer

Hans Milkowski 1. Gruppenführer und

Hans-Georg Wollweber 2. Gruppenführer

16.09.1979 Einsatz beim Brand des landwirtschaftlichen Betriebes Georg Wagner in Langendernbach

10.12.1979 Einsatz bei Werner Diehl (Kanalverstopfung)

1960-70

1961–1985

Auch die nun folgenden Jahre waren erfüllt von Übungen, Einsätzen, Veranstaltungen und Besuchen zu Feuerwehrfesten. Deshalb soll, ebenso wie für die Zeit von 1951 -1960, lediglich eine Aufstellung über die Aktivitäten der Wehr erfolgen:

28.01.1961 Jahreshauptversammlung

Ernst Schneider wird 1 . Löschmeister

Engelbert Waegner 2. Löschmeister

15.08.1961 Vorstandstreffen der Feuerwehren Rennerod und Irmtraut

09.12.1961 Einsatz beim Unfall des Postautos auf der Straße Irmtraut-Seck

14.01.1962 Jahreshauptversammlung

Engelbert Waegner wird 1. Gruppenführer,

Ernst Schneider, 2. Gruppenführer

01.1962 Hochwassereinsatz bei Georg Seufert und Kurt Mohr

28.02.1962 Kameradschaftsabend mit den Frauen

20.06.1962 Besuch des Feuerwehrfestes in Ellar

Es fanden mehrere Übungen im Jahre statt

14.01.1963 Jahreshauptversammlung

25.02.1963 Kameradschaftsabend

05.07.1963 Besuch des Feuerwehrfestes in Hausen

20.01.1964 Jahreshauptversammlung

1964 Besuch des Kreis-Feuerwehrfestes in Fehl-Ritzhausen.

Die angesetzten Übungen konnten erfolg reich durchgeführt werden.

29.01.1965 Jahreshauptversammlung

Die Wahlen ergaben:

Wehrführer Ernst Schneider

  1. Gruppenführer Engelbert Quernheim

  2. Gruppenführer Engelbert Waegner

Rosenmontag Kameradschaftsabend

05.12.1965 Hochwassereinsatz bei Erwin Heun und Albert Mack

Einsatz der Motorpumpe

22.01.1966 Jahreshauptversammlung

Rosenmontag Kameradschaftsabend

1966 Besuch der Feuerwehrfeste in Meudt und Berzhahn

Zahlreiche Übungen

14.01.1967 Jahreshauptversammlung

Rosenmontag Kameradschaftsabend

13.03.1967 Übung -Besichtigung durch Kreisbrandmeister Popp

1967 Besuch der Feuerwehrfeste in Langendernbach und Gemünden

1968 Scheunenbrand Neunkirchen

Unsere Wehr war als eine der ersten am Einsatzort

Teilnehmer am Einsatz:

Ernst Schneider, Engelbert Quernheim, Engelbert Waegner. Erwin Heun, Horst Belzer, Robert Wollweber, Manfred Jung, Bernhard Buhs, Hubert Müller, Oskar Quernheim, Karl-Heinz Schuy

1968 Scheunenbrand am Hof Dapprich unsere Wehr war als 3. Feuerwehr am Einsatzort

Teilnehmer am Einsatzort:

Ernst Schneider, Engelbert Quernheini, Engelbert Waegner, Erwin Heun, Engelbert Buß, Karl Hartmann, Bernhard Buhs, Hubert Müller, Alois Daum, Horst Belzer, Robert Wollweber, Hermann Groß, Manfred Jung, Oskar Quernheim, Hermann Fröhlich, Walter Bär

27.01.1968 Jahreshauptversammlung

Rosenmontag Kameradschaftsabend

08.1968 Hochwassereinsatz bei Engelbert Quernheim und Albert Mack

1968 Gemeinschaftsübung mit den Feuerwehren Westerburg, Hachenburg, Marienberg, Rennerod, Waldmühlen, Gemünden und Irmtraut an der Aussiedlung Fogel, Waldmühlen. Wasserentnahme: Irmtrauter Weiher

1968 Hubert Müller und Ernst Schneider sind nach einem Brand auf der Siedlung Orthey, Westerburg bei Aufräumungsarbeiten mit Frontladern im Einsatz.

27.01.1969 Jahreshauptversammlung

Rosenmontag Kameradschaftsabend

1960: 25 Jahre FFw (5)

1935–1960

Nach Abschluss der Übung begann die Aufstellung des Festzuges am Eingang des Dorfes, welcher sich gegen 14.00 Uhr in Bewegung setzte. Er wurde für unser Dorf ein einmaliges Erlebnis. Es war ein herrliches Bild, als die vielen Feuerwehrmänner unter den Klängen der Kapellen und Spielmannszüge in ihren leuchtenden Uniformen durch die mit Fahnen geschmückten Straßen marschierten. Im Festzelt gestalteten sie nach kurzer Begrüßung durch den Wehrführer Franz Jung den Nachmittag für die Wehren unseres Kreises zu einem wahren Walzerfest. Durstige Kehlen von Feuerwehrmännern ließen bald fast auf jedem Tisch ein Fass Bier erscheinen. Die Musikkapellen der geladenen Wehren unterhielten zwei Stunden lang das vollbesetzte Festzelt. Bis In die späten Nachtstunden wurde gelacht und getanzt. Somit kamen alle Anwesenden auf ihre Kosten. Der unerwartet starke Zustrom von Zuschauern beim Festzug und später im Festzelt brachte dem Verein einen großen finanziellen Erfolg.

Am Montagmorgen saß unsere Feuerwehr wiederum im Festzelt zum, traditionellen Frühschoppen vereint. Das von unseren beiden Jagdpächtern spendierte Fass Bier verhalf bald zu gemütlicher Stimmung und einige Schnapszulagen von Wehrkameraden ließen bei vielen das Mittagessen in Vergessenheit geraten. Den ganzen Nachmittag und Abend wurde noch gemütlich beisammen gesessen und manch einer ging nicht mehr allein nach Hause. Doch jeder schöne Tag geht einmal vorüber und so setzte der Kehraus dem gesellschaftlichen Treiben und dem Feuerwehrfest ein Ende.

1960: 25 Jahre FFw (4)

1935–1960

Der Sonntagmorgen begann um 8.00 Uhr mit einem gemeinschaftlichen Kirchgang zum Festgottesdienst für die Gefallenen und Verstorbenen der Feuerwehr. Anschliessend fand um 10.00 Uhr eine Delegiertenversammlung aller Wehrführer und Bürgermeister des Oberwesterwaldkreises statt. Sie war so stark besucht, dass der Saal Quernheim die Teilnehmer nicht alle fassen konnte.

Im weiteren Verlauf des Sonntages, sah man unsere Wehr bei eifrigen Vorbereitungen für die für 13.00 Uhr geplante Übung. An dieser Übung beteiligten sich die Wehren Rennerod, Seck und Irmtraut. Als Brandherd wurde das Gemeindehaus angenommen. Die Wasserentnahme erfolgte am Bach unten im Dorf. Sorgfältiges Training an den einzelnen Geräten sorgte dafür, dass alles wie am Schnürchen klappte. Unsere Wehr gewann den ersten Platz bei dieser Übung und bewies somit, dass man mit ihr auch im Ernstfall rechnen kann. Viele Zuschauer beobachteten die Übungsgruppe unserer Schulkinder, die selbstverständlich genau wie die Großen in Uniform an ihrer Übung teilnahmen.

1960: 25 Jahre FFw (3)

1935–1960

Nach herzlichen Worten unseres Kreisbrandmeisters Popp, der dem Fest einen guten Verlauf und der Sache der Feuerwehr eine nützliche Aufwärtsentwicklung wünschte, ergriff unser Schirmherr das Wort und schilderte in bewegten Worten seinen Herzenswunsch, mit den Bürgern von Irmtraut in engeren Kontakt zu kommen und bedankte sich für die hohe Ehre, die ihm durch die übernommene Schirmherrschaft zuteil wurde. Er überreichte der Feuerwehr einen herrlichen Pokal und spendierte zusammen mit seinem Teilhaber Günter Schuy, einem langjährigen Mitglied unserer Wehr, zur Gestaltung des montäglichen Frühschoppens ein sehr großes Fass Bier. Es wurde ihm lebhafter Beifall zuteil. Altkreisbrandmeister Lieder, der Mitbegründer der Wehr, welcher es sich trotz seines Alters nicht hatte nehmen lassen, zu unserem Fest zu kommen, wurde auf viele Zurufe hin ans Mikrofon gebeten, wo er in heiteren und bewegten Worten zu seinen ‘alten und jungen Wehrkameraden sprach und versicherte, dass er stets gern nach Irmtraut gekommen sei, weil er hier den so oft fehlenden Geist der Gemeinschaft und Geselligkeit gefunden habe. Viele Nachbarwehren überreichten unserer Jubelwehr Geschenke als Zeichen nachbarlicher Verbundenheit. Sehr dankbar wurden die Darbietungen der Feuerwehrkapelle Meudt aufgenommen, die uns im Laufe des Abends mehrmals mit schönen musikalischen Vorträgen erfreute.

Der große Zapfenstreich, der als offizieller Abschluss des gut gelungenen Abends von der Feuerwehrkapelle Seck und dem Spielmannszug Westerburg vorgetragen wurde, ließ die Herzen aller Anwesenden höher schlagen und gab jedem das Bewusstsein, an einem wirklich einfallsreichen Kommers teilgenommen zu haben.

1960: 25 Jahre FFw (2)

1935–1960

Nach herzlicher Begrüßung der Gäste durch den Wehrführer Franz Jung wurden verdiente Feuerwehrmänner geehrt. Es waren Franz Jung, Karl Hartmann und Albert Mack. Es war eine wirklich großartige Szene, als Kreisbrandinspekteur Popp die Ehrung auf der sehr geschmackvoll geschmückten Bühne vornahm. Herr Bürgermeister Franz Geis richtete ebenso herzliche wie mahnende Worte an die Bürger von Irmtraut, der Sache der Feuerwehr, die für jeden Einzelnen von größter Wichtigkeit sei, größere Beachtung zu schenken und an dem Fortbestehen mit der Vergrößerung der Wehr tätig mitzuarbeiten .

Der Männergesangverein Harmonie Irmtraut sowie der Männerchor Seck brachten in dem Programm einige Chorstücke zum Vortrag, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurden. Es muss hier angeführt werden, dass die Feuerwehrkapelle Seck ihr Bestes zur musikalischen Verschönerung des Festabends geleistet hat. Herr Landrat Lingens, der als Ehrengast gekommen war, unterstrich die Notwendigkeit der Freiwilligen Feuerwehr und gab der Hoffnung Ausdruck, dass der soziale und echte christliche Gedanke, der jeder Freiwilligen Feuerwehr innewohnen sollte, nämlich Nächstenliebe zu üben, sich weiterverbreiten möge, zum Wohle und zur Sicherheit eines Jeden.

1960: 25 Jahre FFw (1)

1935–1960

Mittlerweile war der Festausschuss, besonders Wehrführer Franz Jung, sehr rührig und konnte zur Verschönerung des Festzuges 6 Mädchen aus unserem Ort gewinnen. Die Anregung an alle Einwohner, zur Ausschmückung des Dorfes beizutragen, wurde sehr freundlich aufgenommen und in die Tat umgesetzt. An allen Ortseingängen wurden durch die Wehr sehr schön mit Tannengrün und Girlanden geschmückte Pforten angebracht, die jedem Besucher auf einem großen Plakat ihren Willkommensgruß entgegenriefen.

Fast das ganze Dorf bat im Stillen den Wettergott, daß er uns trotz des regnerischen Sommers drei schöne Festtage bescheren möge. Gott hatte die Einsicht und es wurde tatsächlich eines der schönsten Feste unserer Gemeinde und für die Feuerwehr ein voller Erfolg. Herr Jagdpächter Krekel, ein gebürtiger Gemündener, übernahm auf unsere Bitte hin die Schirmherrschaft des Festes und so begann der erste Tag mit einem großen Kommers, an den sich viele Bürger noch lange zurückerinnern werden. Als Auftakt wurde ein von Werner Müller verfasster sinnreicher Festprolog durch Frl. Thea Wenken zum Vortrag gebracht. Das Publikum zollte der Darbietung wegen ihres tiefen und mahnenden Sinnes dankbaren Beifall.

1951-60

1935–1960

Die nun folgenden Jahre waren erfüllt von Übungen, Einsätzen, Veranstaltungen und Besuchen benachbarter Wehren bei Feuerwehrfesten. Die erste Übung nach der Neugründung fand am 1. April 1951 statt und endete mit der zufriedenstellenden Feststellung, dass die Motorspritze “noch voll im Gange ist”.

Der Einfachheit halber folgt nun eine Aufstellung der verschiedenen Aktivitäten der

erneut gegründeten Wehr:

04.02.1951 Maskenball im Saal bau Quernheim

01.04.1951 Erste Übung

01.05.1951 Übung am Secker Weiher mit dem Traktor von Hubert Schuy -Pfingstmontag

-Tanzmusik im Saalbau Quernhelm. Nachdem die Kapelle

nicht erschienen war,improvisierten Karl Hartmann, Ludwig Quernheim,

Karl Wehmeyer, Theo Schuy, Ludwig Hartmann u. Rudi Schäfer

02.02.1952 Jahreshauptversammlung

17.02.1952 Großer Preismaskenball mit 50 Masken im Saalbau Quernheim

01.05.1952 Übung am Secker Weiher

15.06.1952 5.15 Uhr Probealarm

10.01.1953 Jahreshauptversammlung

12.04.1953 Übung an der Scheune Kath. Keul

16.06.1953 Übung am Haus Franz Jung

28.06.1953 Besuch des Feuerwehrfestes in Hausen zu Fuß. Zum ersten Mal in

neuer Uniform.

19.10.1953 Übung -Besichtigung durch Kreisbrandmeister Lieder

23.01.1954 Jahreshauptversammlung mit Feuerwehrtaufe eines neuen Mitglieds:

“Nach Ablegen eines Gelöbnisses bei brennender Kerze wurde dem

Täufling ein Glas Bier auf dem Haupt entleert. Anschließend wurde ihm

die Uniform angepasst.”

21.02.1954 Preismaskenball im Saalbau-Quernheim

02.03.1954 Karnevalszug

28.03.1954 Übung an der Zisterne

16.05.1954 Übung an der Zisterne und der Wassergrube Franz Jung

21.06.1954 Besuch des Kreisfeuerwehrfestes in Emmerichenhain

26.12.1954 Hochwassereinsatz, Verstopfung des Durchlasses bei Josef Müller

09.01.1955 Jahreshauptversammlung

13.02.1955 Maskenball

08.01.1956 Jahreshauptversammlung, Albert Mack wird zum Schriftführer gewählt.

26.01.1956 Einsatz Kaminbrand bei Frau Anna Bär

13.02.1956 Preismaskenball

18.02.1956 Versammlung im Gasthaus Schuy-Aufstellung des Übungsplanes

27.05.1956 Gemeinsamer Ausflug über Marienstatt, Godesberg, Drachenfels und

Bonn nach Altenahr

03.06.1956 Besuch des Feuerwehrfestes in Langendernbach

05.01.1957 Jahreshauptversammlung

Fastnacht Preismaskenball

10.07.1957 Waldfest im “Hadriesch”

01.10.1956 Neue Motorspritze. Durch persönlichen Einsatz von Bürgermeister Franz Geis und Wehrführer Franz Jung beim Ministerium in Mainz erhielt die Gemeinde einen Zuschuß von 50 %.

17.10.1957 Erste Übung mit der neuen Motorspritze

18.01.1958 Jahreshauptversammlung

16.02.1958 Preismaskenball

01.05.1958 Übung am letzten Haus an der “Bollershöh”

01.06.1958 Gemeinsamer Ausflug über Limburg, Bad Schwalbach, Bad Nauheim und Erbach, Rüdesheim, Loreley und Koblenz

16.06.1958 Übung am Haus Wilhelm Heun

20.09.1958 Übung

25.10.1958 Übung an der Scheune Gregor Heun

16.01.1958 Jahreshauptversammlung

01.02.1959 Preismaskenball

27.03.1959 Übung

18.06.1959 Übung

29.06.1959 Übung am Gemeindehaus

05.07.1959 Besuch des Feuerwehrfestes in Rennerod. Die dortige Wehrführerbesprechung fasste den Beschluss, im Jahre 1960 das Kreisfeuerwehrfest in Irmtraut abzuhalten.

05.10.1959 Nachtübung

20.10.1959 Nachtübung

12.1959 Die Wehr erhält von der Gemeinde einen Zuschuss von 820,-DM zur Beschaffung von Uniformen

16.01.1960 Jahreshauptversammlung

28.01.1960 Es ergehen an 51 Feuerwehren Einladungen zum Fest

04.02.1960 Vertrag mit dem Festwirt Schneider, Weilmünster

28.02.1960 Preismaskenball

1960 Besuch des Feuerwehrfest in Hüblingen

2.-4.07.1960 Kreisfeuerwehrfest anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Irmtraut. Dazu schreibt der damalige Schriftführer Albert Mack:

1951: (2) Jahreshauptversammlung am 18. Januar

1935–1960

Durch Beschluss des Gemeinderates wurde Schmiedemeister Franz Jung zum Wehrleiter ernannt. Unter Leitung desselben wurde die Versammlung angeordnet. Um 20.00 Uhr eröffnete der Wehrleiter in der Gastwirtschaft Quernheim die Versammlung zur Wiedergründung einer Freiwilligen Feuerwehr in Irmtraut. Vorauszuschicken sei noch, dass sich bereits vorher 17 Mann freiwillig auf der Bürgermeisterei gemeldet hatten.

Der Wehrleiter begrüßte die erschienenen Feuerwehrleute und dankte für die freiwillige Bereitschaft zur Hilfe des Nächsten. Im Anschluss brachte er den Leitspruch unserer Wehr, der an den Anfang des Protokollbuches gesetzt ist:

“Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr.”

Dann wurde die Genehmigung der Besatzungsmacht und des Landrats in Westerburg vom 16. Oktober 1950 zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr verlesen.

Der Personalbestand ist wie folgt:

  1. Franz Jung

  2. Karl Hartmann

  3. Willi Heun

  4. Gregor Heun

  5. Hubert Schuy

  6. Robert Wollweber

  7. Günther Schuy

  8. Engelbert Quernheim

  9. Hubert Seufert

  10. Albert Mack

  11. Erwin Heun

  12. Hermann Fröhlich

  13. Hermann Groß

  14. Oskar Quernheim

  15. Ernst Schneider

  16. Georg Dom

  17. Franz-Josef Hans

Punkt 2

Wahl des Vorstandes:

Wehrleiter: Franz Jung

Löschmeister: Gregor Heun

Stellvertreter: Robert Wollweber

Kassierer: Karl Hartmann

Schriftführer: Willi Heun

Punkt 3

Bekanntmachung der Brandschutzordnung der Gemeinde

Punkt 4

Besprechung und Festsetzung einer Tanzveranstaltung in Form eines Maskenballes am 4. 2. 1951.

Gegen 22.00 Uhr schloss der Wehrführer die Versammlung.

Franz Jung

Wehrleiter

Willi Heun

Schriftführer

1950: 15 Jahre Feuerwehr

1935–1960

Am 16. Oktober 1950, nachdem wieder eine Bundesregierung aufgestellt war, wurde dann auch die Wiederaufnahme der Freiwilligen Feuerwehr mit der Genehmigung der Besatzungsbehörde und des Landrats in Westerburg erlaubt.

An dieser Stelle sei zum ewigen Andenken unseren Gefallenen des 2. Weltkrieges 1939 -1945 sowie den verstorbenen Mitgliedern von 1935 -1950 gedacht.

ZUM ANDENKEN

DER GEFALLENEN UND VERSTORBENEN

1939 -1945 Gefallene

Karl Bär

Rudolf Reifenberg

1935 -1950 Verstorbene

Georg Eisel

Bernhard Müller

Peter Groß

Josef Fröhlich

Ewald Stahl

Allen in die Ewigkeit abberufenen sei gedankt für ihren pflichtbewussten, freiwilligen Einsatz zur Hilfe des Nächsten. Besonderen Dank dem pflichtbewussten verstorbenen Wehrleiter Georg Eisel, der es verstand, die Wehr vorbildlich zu leiten.

Willi Heun

1951: (1) Rückblick auf schwere Zeiten

1935–1960

Erst vom Jahre 1951 an finden wir wieder Aufzeichnungen im Protokollbuch. Der bei der Neugründung im Januar 1951 gewählte Schriftführer Willi Heun schreibt als Rückblick für die vergangenen Jahre:

Durch den zunehmenden Kriegszustand und den Feldzug gegen Russland kam die Freiwillige Feuerwehr zum Erliegen. Die meisten Mitglieder waren zum Wehrdienst einberufen worden. Laut Feuerwehrgesetz 1938 wurde aus der Feuerwehr eine Hilfspolizeitruppe und somit aus der freiwilligen Gemeinschaft eine Pflichtgemeinschaft Von 1945, nach dem Zusammenbruch und der bedingungslosen Kapitulation, wurde Deutschland von den Besatzungsmächten gelenkt und geleitet. Jede militärische oder ähnliche Organisation oder Formation war somit verboten.

1941

1935–1960

In der Nacht des 28. Juni 1941 kam die Wehr beim Brand der Mühle des Willi Hörter in

Langendernbach zum Einsatz.

Am 26. August 1941 in der Frühe ging ein wolkenbruchartiger Regen nieder. Aus der Richtung des Friedhofs flossen die Wassermassen durch die Gehöfte Franz Jung, Georg Gros und Georg Wagner weiter zu den Häusern Bernhard Müller und Karl Schneider. Der Weg zu den Häusern Heun und Mack war ebenfalls überflutet. Dort kam das Wasser vom Gemarkungsteil Himel. Brot und Fleischbüchsen schwammen aus den Kellerfenstern heraus.

Am 1. November 1941 stürzte an der Scheune des Johann Mack der südliche Giebel ein. Zuviel Getreide lag auf dem schwach gestützten Gerüst. Die Decke des Stalles musste gestützt und das Vieh geborgen werden.

Dies war die letzte Eintragung des Schriftwartes Johann Heun. Bis zum Jahre 1951 wurde kein Protokollbuch geführt. Durch den Übergang der Freiwilligen Feuerwehr in eine Hilfspolizeitruppe konnte die Einsatzbereitschaft von den in der Heimat verbliebenen Kameraden weiterhin gewährleistet werden. In dieser Zeit erhielt die Wehr ihre erste Motorspritze, Fabrikat DKW. Bei der Gründung im Jahre 1935 hatte die Wehr die damals vorhandene Handdruckspritze der Pflichtfeuerwehr übernommen, zu deren Bedienung mind. 4 Feuerwehrleute notwendig waren.

1939: Kriegszeiten

1935–1960

Durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges im August 1939 konnten die Kameraden Josef Diehl, Albert Mack und Franz Schneider nicht vom Militär entlassen werden. Die Kameraden Karl Hartmann, Johann Heun, Alois Müller und Josef Wagner wurden zum Heeresdienst eingezogen.

An die im Felde stehenden Kameraden verschickte die Wehr im Jahre 1940 Weihnachtspakete.

Die Kriegsverhältnisse und verstärkte Feindeinflüge veranlassten die Wehr, die Löschwasserversorgung zu verbessern. Die Kameraden schachteten im Frondienst die Grube für eine 120 cbm fassende Zisterne aus und legten hinten im Dorf einen Bachstau an.

In der Nacht zum 5. Mai 1941 kreisten mehrere feindliche Flugzeuge über Irmtraut. Gegen 1.30 Uhr fielen in der Eichelstruth 3 50-kg-Sprengbomben. Vom Kirchhäusel in Richtung Dorf warfen die feindlichen Flieger ca. 350 Stab-und Brandsprengbomben ab, von denen die letzten am Neuer Weg / Wüstung lagen. 8 davon waren Blindgänger. Die Vielzahl der Brandstellen versetzte die Bevölkerung in große Aufregung.

1939: Der erste große EInsatz

1935–1960

Im März 1939 wurden seitens der Gemeinde Tuchröcke zur Verfügung gestellt. Während der Führerrede, am 1. Mai 1939, wurde die Feuerwehr alarmiert. Ein großer Teil der Dorfbewohner befand sich zu diesem Zeitpunkt zum Gemeinschaftsempfang in der Turnhalle. Auf dem Gehöft von Robert Schneider war in der Scheune ein Feuer ausgebrochen. Verstärkt durch den Westwind verbreitete sich das Feuer sehr schnell. Die umliegenden Häuser Schneider, Belzer und Gros wurden geräumt. Zur Unterstützung rückten die Wehren aus Langendernbach, Neunkirchen, Rennerod, Seck und Westerburg heran. Mit insgesamt 4 Motorspritzen, einer Handdruckspritze und über 12 C-Leitungen konnte ein Übergreifen auf die Nachbarhäuser vermieden werden. Eine große Scheune mit Anbau, ein Stall, das Dach vom Wohnhaus, sowie sämtliche landwirtschaftlichen Maschinen und Getreidevorräte wurden zerstört. Während des Brandes waren Kreisbrandmeister Lieder, Branddirektor Diehl, Wiesbaden sowie Landrat Lorsch erschienen. Wegen des Verdachts auf Brandstiftung benachrichtigte man die Staatsanwaltschaft Limburg. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass ein Zögling aus der Anstalt Idstein, der bei Schneider zur Hilfe war, die Tat begangen hatte.

1935: (4) Die ersten Aktivitäten

1935–1960

Die Freiwilligen erlebten ihren ersten Einsatz in der Nacht auf den 16. September 1935, als ein orkanartiger Sturm über Irmtraut hinwegzog. Abgerissene Äste von Obstbäumen, vor allem aber von den Linden am Friedhof mussten beseitigt werde. Die Kameraden räumten die Wege sowie das Friedhofsgelände und setzten das Holz in Raummetern auf.

Im Oktober 1935 fasste man den Beschluss, Theater zu spielen. “Ehre und Glück’ sowie “Ein tapferer Soldat” erfreuten unter der Leitung von Karl Wingenbach im Winterhalbjahr 1935/36 die Dorfgemeinschaft.

Am 12. Juli 1936 erhielt die Feuerwehr eine Ausrüstung für 20 Feuerwehrmänner und besuchte am 19. Juli 1936 das Feuerwehrfest zum 25-jährigen Bestehen der Wehr Neunkirchen.

1935: (3) Die ersten Besetzungen

1935–1960

Zum Wehrführer wurde Georg Eisel und zu seinem Stellvertreter Karl Wingenbach, weiter wurde zum Führerrat Karl Gros als Kassenwart, Johann Heun als Schriftwart, Johann Mack und Franz Jung bestimmt.

Es wurden die Satzungen durch den Kreisbrandmeister vorgelesen und nach dem die Vereidigung vorgenommen.

Georg EiselJohann Heun
WehrführerSchriftwart

Bei einer der ersten Führerratsbesprechungen im April 1935 konnte der Wehrführer bekanntgeben, dass die recht magere Kasse durch die Zusendung von Geldbeträgen aufgestockt worden war:

Franz Gros, Gutsverwalter, Arzenberg b. Warenberg 10,00 RM

Johann Eisei, Baumeister, Montabaur 3,00 RM

Förster Bachenberg, Löhnberg 5,00 DM

Wilhelm Rudius, Maurerpolier in Leuna 2,00 DM

1935: (2) Die Gründungsmitglieder

1935–1960

Ewald StahlWilli Gros
Alois SchneiderKarl Wingenbach
Georg EiselJosef Wagner
Bernhard MüllerKarl Heier
Karl SchneiderLudwig Jung
Robert SchneiderJohann Heun
Karl GroßAlbert Mack
Johann MackGeorg Quernheim
Peter GroßJosef Gros
Johann JungJosef Diehl
Josef JungRudolf Reifenberg
Franz JungFranz Schneider
Heinrich JungGeorg Keul
Johann SchönbergerKarl Bär
Georg WagnerHermann Müller
Josef Fröhlich

1935: (1) Die Gründung

1935–1960

In großen Buchstaben, kunstvoll mit schwarzer Tusche gezeichnet, finden wir auf der ersten Seite des Protokollbuches den Leitspruch der Wehr: “Gott zur Ehr,’ dem Nächsten zur Wehr”,

Der Gründungsversammlung am 2. März 1935 war ein Treffen von Irmtrauter Pflichtfeuerwehrleuten in “Macks Perch”, dem heutigen Grundstück Näffgen, Kirchstraße, vorausgegangen, zur Feststellung, welches Interesse an der Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr besteht. Ein großer Teil der Versammelten erklärte seine Bereitschaft, sich freiwillig im Dienst am Nächsten zu Üben. Andere wiederum, so kann man heute von den noch lebenden Gründern erfahren, waren froh, dem leidigen Dienst in der Pflichtfeuerwehr und dem staatlichen Dirigismus den Rücken zu kehren.

Für die Gründungsversammlung am 2. März 1935 lautet das Protokoll wie folgt: “Bei einer Pflichtfeuerwehrübung, welche durch den Kreisbrandmeister Lieder abgehalten wurde, ermahnte der Kreisbrandmeister zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr. Er betonte, dass dadurch der Feuerlöschdienst seinen in Not geratenen Volksgenossen sicherer gestellt ist. Auf besonderen praktischen Hinweis meldeten sich mehrere Männer, der Freiwilligen Feuerwehr beizutreten. In der Gastwirtschaft Wagner wurde nun endgültig die Wehr gegründet.

Entwicklung

Brandschutz-Entwicklung

Der Schutz vor Brandgefahren ist von jeher eine wichtige Aufgabe der Gemeinden gewesen. Dabei waren Organisation und Gliederung einem lebhaften Wandel unterworfen. Die ersten Freiwilligen Feuerwehren sind vor etwa hundert Jahren geschaffen worden. Traten sie anfangs in der Rechtsform von Vereinen auf, führte das Preußische Feuerlöschgesetz vom 15. 12. 1933 erstmals zum Zusammenschluss Freiwilliger Wehren zu Körperschaften des öffentlichen Rechts (Feuerwehrverbände). Gleichzeitig aber wurde der bis dahin starke und fruchtbare Einfluss der Kommunalen Selbstverwaltung fast völlig verdrängt und durch einen Staatlichen Dirigismus ersetzt, der das Eigenleben der einzelnen Wehren einengte. Aufgrund des Reichsgesetzes für das Feuerlöschwesen vom 23. 11. 1938 wurden die Berufswehren Einheiten der Feuerlöschpolizei und die Freiwilligen Feuerwehren Hilfspolizeieinheiten.

Nach Kriegsende waren die Besatzungsmächte erfüllt von dem Gedanken einer weitestgehenden Dezentralisierung, bemüht, das Eigenleben der einzelnen Einheiten wiederherzustellen, was zunächst soweit ging, dass eine Koordinierung zwischen den einzelnen Wehren fast völlig fehlte; erst später ließen sie so genannte Koordinierungsdienststellen in den einzelnen Ländern zu.

Das Landesgesetz über das Brandschutzwesen vom 11. 5. 1949 führte zur völligen Loslösung der Feuerwehr von der Vollzugspolizei und erklärte die Feuerwehren zu gemeindlichen Einrichtungen. Die Gemeinden wurden für verpflichtet erklärt, eine den örtlichen Verhältnissen entsprechend ausgerüstete Feuerwehr aufzustellen und zu unterhalten; der Brandschutz war damit zu einer Pflichtaufgabe der gemeindlichen Selbstverwaltung geworden.

Seither haben die Gefahren sprunghaft zugenommen. So mussten im Jahre 1970 von den Feuerwehren in Rheinland-Pfalz mehr als dreimal so viel Brandeinsätze und mehr als zehnmal so viele sonstige, vornehmlich technische Hilfeleistungen als im Jahre 1950 durchgeführt bzw. erbracht werden. Dabei wuchsen insbesondere die Aufgaben an, die jetzt unter dem Begriff “Technische Hilfe” zusammengefasst sind. Die Feuerwehren waren zu einem Instrument umfassender Gefahrenabwehr geworden. Brandschutz und Technische Hilfe umfassen somit alle vorbeugenden und abwehrenden Maßnahmen zum Schutze von Menschen, Tieren und Sachen vor Brandgefahr und anderen Gefahren, die infolge von Not-oder Unglücksfällen drohen. Dies gilt sowohl für Hilfeleistungen bei Unglücksfällen des täglichen Lebens als auch für die Katastrophenhilfe.

Überblick

Jubiläum

Die hier aufgegriffenen Texte entstammen den Festschriften zu den verschiedenen Feiern der Feuerwehr Irmtraut. Sie sind Inhaltlich so wiedergegeben wie sie agbedruckt wurden.

~2002

1986–2010

Im Jahr 2000 waren die Einsatzfahrten stark vom neu geschaffenen Kreisverkehr in Richtung Rennerod bestimmt, alleine 5 von insgesamt 11 Alarmierungen beorderten die Wehr dorthin.

In 2001 wurde einmal mehr technisch aufgerüstet. So konnte die FFW sich über die Beschaffung eines Generators incl. Lichtmast freuen. Die Fa. Manfred Jung übergab der Feuerwehr eine Stihl-Rettungssäge. Für das kommende Jahr wurde die Anschaffung eines neuen Mannschaftstransportfahrzeugs beschlossen. Um die Finanzierung dieses Vorhabens zu sichern, führte die Wehr unter anderem eine recht erfolgreiche Disco im November 2001 durch. Auch im Jahre 2001 zeigte sich der Kreisel als Unfallbrennpunkt. Hier ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall mit zwei einklemmten Personen.

2002 realisierte der Verein schließlich die im vorigen Jahr beschlossene Neuanschaffung eines Fahrzeuges. Ein Fiat Ducato wurde erworben und maßgeblich in Eigenarbeit umgebaut und ausgestattet. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 16.500,00 €, wobei die Gemeinde einen Zuschuss von 2500,00 € bewilligte. Erstmals wurde im Verlauf des Jahres über die Planung eines neuen Gerätehauses an anderer Stelle diskutiert. Diese Planungen wurden notwendig, da im Bereich der Carl-Lefknecht-Halle dringend zusätzlicher Raum als Stuhl-, Tisch und Bühnenlager benötigt wurde. Erste Besichtigungen des angestrebten Bauplatzes am Kirchplatz wurden vorgenommen.

Im November 2002 wurde Jan Röthig offiziell zum Wehrführer ernannt.

Die folgenden Jahre standen ganz im Zeichen des Neubaus. In Eigenleistung (aktive und passive Mitglieder) sowie mit großer Unterstützung durch die Irmtrauter Bevölkerung wurde ein beispielloses Projekt in die Tat umgesetzt. Vom ersten Spatenstich im Jahre 2003 bis zur offiziellen Einweihung im April 2008 wurden weit über 4.500 Arbeitsstunden geleistet. Immer wieder konnte auf tatkräftige Helfer gezählt werden, sodass am Ende ein sowohl optisch als auch funktionell vorbildliches Gebäude entstanden ist.

Neben den Tätigkeiten rund um das neue Gerätehaus hielt das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends leider auch einige spektakuläre Einsätze für die Wehr bereit. Neben einigen Sucheinsätzen mussten die Kameradinnen und Kameraden immer wieder zu teils verheerenden Verkehrsunfällen ausrücken. Auch Brandeinsätze waren immer wieder zu verzeichnen. Jedoch kann man festhalten, dass gerade in den letzten Jahren die technische Hilfeleistung, sei es bei Unfällen, Sicherung der Stromversorgung bei landwirtschaftlichen Betrieben oder auch Sturmeinsätze, immer mehr in den Vordergrund der Feuerwehrarbeit gerückt ist. Im Zuge dieser Veränderung wurde verstärkt Ausrüstung zur technischen Hilfe angeschafft.

~1995

1986–2010

Im Oktober 1995 zeichnete sich ein weiterer Wechsel an der Spitze der Wehr ab. Theo Stähler gab das Amt des Wehrführers auf. Ebenso erklärte Willi Christmann den Rückzug als Jugendfeuerwehrwart. Die Leitung blieb ihm jedoch vorerst erhalten. Er wurde durch Petra Christmann und Jan Röthig als Stellvertreter entlastet. Dafür übernahm Willi Christmann ab Ende 1995 das Amt des Wehrführers.

Zu Beginn des Jahres 1996 konnte die Feuerwehr Irmtraut fahrzeugtechnisch wieder etwas aufrüsten, das mittlerweile doch stark in die Jahre gekommene Mannschaftstransportfahrzeug wurde durch einen gebrauchten Einsatzleitwagen der FW Bad Marienberg ersetzt. Die Kosten von 9500,00 DM trug der Förderverein. Im Sommer wurde unter großer Beteiligung der Ortsvereine die Einweihung des Rathauses samt neu gestaltetem Kirchplatz vorgenommen.

Mit Wirkung vom 01.01.1997 wurde Jan Röthig zum Jugendfeuerwehrwart bestellt. Die Wehr hatte in diesem Jahr mit 6 Einsätzen fertig zu werden, u. a. ein Scheunenbrand im Westring mit erheblichen Nachlöscharbeiten an den Folgetagen. Im Oktober führte ein 3-Tages-Ausflug die Mitglieder nach Dresden und die Tschechische Republik. Er blieb allen Beteiligten als voller Erfolg in Erinnerung.

Das Jahr 1998 verlief, wenngleich die FFW mit 8 Einsätzen recht häufig gefordert war.

Auch das darauf folgende 1999 gestaltete sich ähnlich, 7 mal rückten die Kameradinnen und Kameraden zu diversen Notfällen aus. Außergewöhnlichster Einsatz war mit Sicherheit die Nachtwache in der Silvesternacht, hatte doch der anstehende Jahrtausendwechsel für einige Unsicherheiten Anlass gegeben. Jedoch verlief alles problemlos, so das die Aktiven auch noch etwas feiern konnten. Mit gleichem Datum gab Willi Christmann das Amt des Wehrführers auf und Jan Röthig wurde als kommissarischer Nachfolger bestimmt.

~1990

1986–2010

Das Jahr 1990 stand größtenteils im Zeichen der Gründung der Jugendfeuerwehr, die Feierlichkeiten hierzu fanden am 14.06.1990 statt. Speziell im Sommer 1990 hatte die Wehr mit überdurchschnittlich vielen Waldbränden zu kämpfen, die aber alle ohne größere Schäden gelöscht werden konnten. Im gleichen Jahr erfreuten sich die Aktiven über die Beschaffung von zwei zusätzlichen Atemschutzgeräten durch den Förderverein.

Nach Stilllegung der Tankstelle Quernheim konnten im Frühjahr 1991 konnten erstmals die ehemaligen Kraftstofftanks mit fast 30.000 Litern Wasser gefüllt werden und stellen seitdem eine wertvolle Löschmittelreserve im unteren Bereich des Dorfes dar.

Im September 1992 führten der TuS Irmtraut und die FW zum ersten Mal die Kirmes gemeinsam durch, ein Zusammenschluss, der viele Jahre andauern sollte. Die Jahreshauptversammlung im Januar 1993 beschloss eine geänderte Satzung, wonach das Amt von Schriftführer und Kassierer künftig von einer Person, dem Geschäftsführer übernommen wird. Außerdem gehört der Jugendfeuerwehrwart zukünftig als Mitglied dem Vorstand an. In diesen Jahren blieb Irmtraut weitestgehend von Ernstfällen verschont, es galt lediglich die Beseitigung einiger Ölspuren und die Bekämpfung kleinerer Brände zu meistern.

Im Zuge der Jahreshauptversammlung am 08. Januar 1994 wurden erstmals 9 Ehrenmitglieder ernannt und mit Nadel und Ehrenurkunde ausgezeichnet. Im gleichen Jahr beschaffte der Verein u. a. Helmsprechanlagen, Handfunkgeräte und Funkmeldeempfänger im Wert von rd. 6000 DM.

In der zweiten Jahreshälfte rückte das 60-jährige Bestehen im folgenden Jahr in den Mittelpunkt der Vereinsarbeit. So wurde am 08.07.1994 bei einer Mitgliederversammlung der Beschluss gefasst, eine Festveranstaltung, wenn auch in „kleinerem Rahmen“, stattfinden zu lassen. Dementsprechend begannen die Vorbereitungen des Jubiläums, welches dann vom 16.- 18. Juni 1995 stattfand. Wie bereits im Jahre 1985 unter der Schirmherrschaft von MdB Joachim Hörster, konnte die Wehr unter großer Beteiligung der Bürger Irmtrauts sowie zahlreicher Gäste ein gelungenes Fest begehen.

~1985

1986–2010

Zum Ende des Jahres 1986 kündigte Herbert Wehmeyer seinen Rücktritt als Wehrführer an und übergab das Amt an Bernhard Fritz. Dieser konnte am 27.05.1987 unter großer Beteiligung der Irmtrauter Bevölkerung das lang ersehnte Tragkraftspritzenfahrzeug von der Verbandsgemeinde Rennerod durch Bürgermeister Werner Daum in Empfang nehmen. Von Pfarrer Müller gesegnet, leistet das Fahrzeug der Wehr bis heute seinen treuen Dienst.

Ende der achtziger Jahre konnten zahlreiche Kameraden äußerst erfolgreich an diversen Wettbewerben und Leistungsabzeichen teilnehmen. Auch der Besuch der Feuerwehrfeste in der Umgebung erfreute sich großer Beliebtheit.

Ende August 1988 wurde aus Mitteln des Fördervereins der Fuhrpark um ein gut erhaltenes Mannschaftstransportfahrzeug erweitert. Die Wehr war durch das Fahrzeug bei Einsätzen und Übungen flexibler und schlagkräftiger geworden.

Nach dem Rücktritt von Bernhard Fritz im Jahre 1989 wurde Theo Stähler zum Wehrführer gewählt. Der Feuerwehrdienst Anfang der neunziger Jahre war geprägt von zahlreichen Übungen, besonders die Großraumübungen mit Beteiligung diverser Nachbarwehren sind hier zu erwähnen. Doch genauso setzten sich die Mitglieder gerne und voller Tatendrang für die reibungslose Durchführung von unzähligen Veranstaltungen, sei es Kirmes oder Fassnacht, ein. Dieses Engagement bescherte den Kameraden unter anderem eine solide finanzielle Basis, die für Beschaffung und Pflege von Ausrüstung und technischem Gerät unabdingbar war.

Rückblick auf den 50. "Geburtstag"

1986–2010

Zum 75-jährigen Jubiläum wollen wir einen Blick zurück werfen auf die letzten, ereignisreichen 25 Jahre in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Irmtraut. Was sollte sich da als Startpunkt besser eignen, als das Fest zum 50-jährigen Bestehen im Jahre 1985.

Unter dem neu gewählten Vorsitzenden des Fördervereins und des damaligen Wehrführers Herbert Wehmeyer feierte die Feuerwehr vom 07.06. – 09.06. 1985 ein gelungenes Jubiläum. Die Schirmherrschaft hatte der damalige Landtagsabgeordnete Joachim Hörster übernommen.

Am vorherigen Sonntag fand ein Festgottesdienst mit anschließender Totenehrung zum Gedenken der Verstorbenen der Freiwilligen Feuerwehr statt.

Das eigentliche Fest begann am Freitag im 1000-Mann-Zelt am Sportplatz mit dem Festkommers mit Großem Zapfenstreich. Zahlreiche Ehrengäste waren erschienen. Unter ihnen auch der gerade neu gewählte Landrat Peter Paul Weinert mit einem Gast aus dem rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda. Samstags konnte eine große Schauübung mit den Feuerwehren aus Hüblingen, Langendernbach, Neunkirchen, Rennerod und Seck sowie dem DRK Rennerod absolviert werden. Der Bunte Abend an diesem Samstag stand ganz im Zeichen der Musik mit den „Goldkehlchen“ aus Irmtraut und dem Volks- und Gebirgstrachtenverein „D’Emsbachtaler“ aus Niederbrechen.

Einzig der für Sonntag geplante Festzug mit 41 Feuerwehren und 5 Musikzügen fiel buchstäblich ins Wasser. Es herrschten stellenweise chaotische Zustände, als bei starkem Regen die Feuerwehrleute, die Musiker und die übrigen Zuschauer Zuflucht im Zelt und in der Halle suchten.

Das Fest fiel trotzdem zufrieden stellend aus und stellte die gute Organisationsstruktur und die gute Kameradschaft unter Beweis. Die zahlreichen Vor- und Nachbereitungen des Festes sowie relative viele Einsätze ließen das Festjahr zu einem recht arbeitsintensiven Jahr für alle Beteiligten werden.